Blaudruck Scheeßel

In Scheeßel auf dem Meyerhof gibt es die Blaudruck-Ausstellung zu besichtigen. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen finden aktuelle keine Workshops statt und die Ausstellung kann auch nicht genutzt werden.

Aber immerhin kann man sich einen kleinen Film über die Ausstellung anschauen. Der ist auch schon sehr informativ.

Beschreibung:

Die Blaudruck Scheeßel Ausstellung findet man auf dem Gelände des Meyerhofs.

Der Meyerhof Scheeßel und das Heimatmuseum Scheeßel gehören zu den ältesten Freilichtmuseen in Niedersachsen. Beachten Sie: das sind zwei verschiedene Gelände. Aber die sind mit einem Fußweg verbunden und nur etwa 300 bis 400 m auseinander. Besuchen Sie beides, wenn Sie in Scheeßel sind!

Der Blaudruck ist übrigens seit 2018 Immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

Das Video – aber ganz besonders die Ausstellung vor Ort bietet recht detaillierte Einblicke in verschiedene Themenbereiche der neuen Scheeßeler Blaudruck-Dauerausstellung. Das Video zeigt z.B. die Entstehung eines Models (Druckplatte, wird „Moodels“ ausgesprochen, eher plattdeutsch denn englische Aussprache) mit dem Handwerk des Formenstechers. Die „Models“ gelten als der Schatz des Blaudruckers. Denn nur mit diesen Werkzeugen kann er sein Handwerk ausüben. Das Model macht die Muster.  Die zweite wichtige Komponente: die Farbe und als Drittes nicht zu vergessen: der Stoff. Alles gepaart mit dem Wissen der Anwendung macht das Handwerk des Blaudruckens aus.

Die Blaudruckerei im Heimatmuseum Scheeßel verfügt über eine Sammlung von rund 1.200 Models. Ein Großteil davon stammt aus der Werkstatt von Henrik Müller, dem letzten Scheeßler Blaudruck- und Färbemeister.

In der Ausstellung im Meyerhof wird ein Querschnitt der unterschiedlichen Kategorien gezeigt.

So findet man z.B. auch eine Darstellung des Königs von Preußen – Friedrich der Große.  Dieses Model wurde bereits um 1770 vom Formstecher Hinrich Danielmeier entworfen.

Die Kunst des Formstechens ist eine Arbeit für Spezialisten die Kreativität, Sicherheit im Zeichnen und sehr gute handwerkliche Kenntnisse voraussetzt. Da alles in Handarbeit hergestellt wird.

Einmalig ist auch die im Blaudruckmuseum ausgestellte Sammlung von historischen Werkzeugen. Sie stammt von dem Formstecher Heinz Dittrich aus Bornholm in Dänemark.

Man kann in der Ausstellung seinen Arbeitsplatz für die vollständige Herstellung einer Mode.  Vom Entwurf bis hin zum fertigen Druckstock kann man die Arbeitsschritte nachempfinden.

Diese neue Dauerausstellung zum Baudruck ist sicher für viele Menschen interessant:  der Aspekt des Handwerks, die historischen Arbeitsbedingungen, die gestalterischen Aspekte bis hin zu Kunstinteressierten Menschen, die die ja heute noch Drucktechniken in der Kunst zu schätzen wissen und hier sehen können, wie vorindustriell eine dieser Techniken verwendet wurde.

Übrigens: Neben dem Blaudruck werden auch die Handwerke Weben, Spinnen, Klöppeln, Schmieden, die Schusterei und Stellmacherei auf dem Meyerhof betrieben.

Dabei werden diese Handwerke nicht nur ausgestellt, sondern aktiv betrieben und damit im Bestehen gepflegt. Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen stellen Textilprodukte für her.  Ferner kann man Kurse belegen oder bei  Führungen den Handwerkern über die Schulter schauen.

 

Heimatverein „Niedersachsen“ e.V.
Am Meyerhof 1
27383 Scheeßel

 

Telefon: 0 42 63 / 6 75 78 88
Telefax: 0 42 63 / 6 75 78 89
info@heimatmuseum-scheessel.de

Öffnungszeiten (sofern nicht Coronabedingt geschlossen)

  • 1. April – 31. Oktober:
  • montags bis freitags von 9.00 – 12.00 Uhr
  • dienstags & freitags von 14.00 – 17.00 Uhr
  • samstags, sonn- und feiertags von 11.00 – 17.00 Uhr

Das Heimathaus hat vom 1. Mai bis zum 30. September geöffnet.

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