Sonntags im Radio

Sonntag Nachmittag im Radio Zuhause und ohne Corona Frust: für die Zwischentöne auf Deutschlandfunk lohnt es sich, Sonntags an frühen Nachmittag das Radio einzuschalten. Ich hab bislang immer 14 Uhr eingeschaltet, aber wahrscheinlich fängt die Sendung schon eine Stunde früher an.

https://www.deutschlandfunk.de/zwischentoene.1676.de.html?drbm:date=2020-11-15

Das Sendekonzept: irgendwo zwischen Interview und Gespräch befragt ein Moderator einen Gast zu seinem Job, seiner Berufung und / oder seinen Lebensweg. Heute lernen wir z.B. viel aus der Welt des Orgelbaus (Philipp Klais). Der Clou der Sendung – meiner Meinung nach – ist, dass der jeweilige Gast die Musikauswahl macht und seine Lieblingsmusik gespielt wird. Das ist immer sehr interessant, weil man oft jenseits des Mainstreams und wirklich aus allen Genres was zu hören bekommt. Außerdem bekommt man so ein Bild, wie der Mensch tickt, oder zumindest erkannt werden möchte. Manchmal gab es schon wirklich ungewöhnliche Musik aus der Tonband Sammlung des interviewten.

Habt Geduld und hört wirklich mal zu. Und gebt der Sendung mehrere Chancen: die Gäste und auch die Interviewer sind so verschieden, dass die Sendung oft sehr sehr unterschiedlich ist.

Astronautik, Orgelbauer, Philosoph, Landwirt, ….

Radio Tipp.

Elefantenkisten und Kuhkisten und warum eine Kuh aerodynamischer ist als eine Orgel in einer Kuhkisten. Das ist doch ein guter Grund, in die Sendung von heute – Orgelbauer aus Köln, 15.11.2020, …. sucht mal in der Mediathek.

Nebenbei: Ausbildung als Orgelbauerin / Orgelbauer. 15 Ausbildungsplätze scheint die Werkstatt in Köln zu haben. Wer eine Ausbildung zum Orgelbauer / Orgelbauerin anstrebt, sollte sich mal dieses Interview in den Zwischentönen anhören, sofern noch abrufbar.

Insgesamt sind es übrigens mehrere KM zwischen den Tasten und der Pfeife der Orgel. Und haben Sie gewusst, dass Orgeln das einzige Instrument sind, wo die Energie zur Klangerzeugung nicht vom Musiker sondern einen anderen Person (oder Motor) erzeugt wird. Beispiel: bei der Guitarre oder Trompete ist es das Zupfen der Saite, bzw das pusten des Trompeters. Bei der Orgel drückt der Organist eine Taste, erzeugt damit aber nicht den Ton sondern schaltet diesen nur frei. Denn die Energie kommt vom Gebläse, welches per Balg durch eine zweite Person oder einen Motor oder erzeugt wird, bzw Elektronik oder Software den Ton erzeugt.

Dschingerassabum: mhhh, die Musikauswahl geht von Klassik über Paolo Conte zu Partymusik, die wahrscheinlich nur Kölner mögen können: Jubelsound mit kölscher Mundartverbiegung: Querbeet (der Bandname). Aber gerade ist das die Stärke der Sendung: man hört ein wirklich breites Spektrum an Musik und bricht auch mal aus seinen Höhegewohnheiten aus.

Zurück zum regionalen Aspekt: merkt Euch für 2021 die Zevener Orgeltage vor.

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